Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigter für Pflege

Neue Unabhängige Patientenberatung: mehr Qualität, mehr Regionalität, mehr Bürgernähe“

Staatssekretär Karl-Josef Laumann

„Der GKV-Spitzenverband hat am 18. September 2015 im Einvernehmen mit dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, den Zuschlag für die neue Trägerschaft der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) erteilt. Unabhängigkeit, Neutralität, Qualität, Regionalität, Bürgernähe und eine Verbesserung insbesondere der telefonischen Erreichbarkeit waren dabei zentrale Kriterien. Ab dem 1. Januar 2016 wird mit der neuen UPD die Patientenberatung in Deutschland umfassend modernisiert.

Verbesserung der Erreichbarkeit

Es werden jährlich über 200.000 Beratungen angestrebt. Zum Vergleich: Bislang wurden nur 81.000 Beratungen jährlich erreicht. Die neue UPD wird dabei eine Vielfalt verschiedener Zugangswege – telefonisch, schriftlich, online und persönlich – eröffnen. Damit wird den unterschiedlichen Bedürfnissen der Ratsuchenden bereits beim Zugang zur Beratung Rechnung getragen.

 

Neutralität und Unabhängigkeit

Patientinnen und Patienten müssen sich darauf verlassen können, dass die UPD auch tatsächlich neutral und unabhängig ist. Für Staatssekretär Karl-Josef Laumann war dies stets das zentrale Kriterium bei der Neuvergabe der UPD.

Um die Neutralität und Unabhängigkeit zu gewährleisten, wird die UPD in der Form einer eigenständigen Gesellschaft, der UPD gGmbH, geführt. Erstmals sind dabei mit Ausnahme einiger Fachärzte, deren Expertise nur in Einzelfällen nachgefragt wird, alle Berater bei der UPD unmittelbar angestellt. Sie werden nach TVöD bezahlt und dürfen keine Nebenbeschäftigung haben. Neu ist auch, dass die Neutralität und Unabhängigkeit künftig durch einen unabhängigen Auditor überwacht wird. Weisungsrechte des wissenschaftlichen Beirats, der die UPD auch weiterhin begleitet, und die Möglichkeit, bei einer Verletzung der Unabhängigkeit den Fördervertrag sogar zu kündigen, stellen ihre Einhaltung zusätzlich sicher.

Die Vergabekammer des Bundes hat in ihrem Beschluss ausdrücklich und unmissverständlich festgestellt, dass das für die UPD vorgelegte Konzept zur Gewährleistung der Unabhängigkeit und Neutralität der von ihr zu gründenden Gesellschaft die Voraussetzungen des § 65b Abs. 1 Satz 3 SGB V erfüllt.

 

Qualität und Qualitätssicherung

An die Qualität der Beratung werden höchste Maßstäbe angelegt. So wird durch die Auswahl geeigneter Quellen und Datenbanken sichergestellt, dass in der Beratung die Grundsätze der evidenzbasierten Medizin eingehalten werden. Insgesamt sollen mehr als 43 Prozent der Beratungen durch Akademiker, z. B. Ärzte und Juristen, geleistet werden. Die UPD wird durch umfangreiche Schulungen und Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie ein professionelles Beratungs- und Beschwerdemanagement die notwendige Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität in ihrem Beratungsangebot sicherstellen.

 

Nachhaltigkeit

Das Wissen und das Erreichte der bisherigen UPD gehen nicht verloren: Die Datenbanken, das Logo und vieles mehr werden der neuen UPD zur Verfügung gestellt.

 

Telefonische Beratung

Die neue UPD wird deutlich länger und besser erreichbar sein: Montag bis Freitag von 8 bis 22 Uhr und an Samstagen von 8 bis 18 Uhr. Dabei werden die Anrufe zunächst von einem sogenannten „Annahmelevel“ entgegen genommen. Hier wird geklärt, welches Anliegen die Anruferinnen und Anrufer haben, um sie dann gezielt zur inhaltlichen Beantwortung der Anfrage an Fachteams weiter zu verbinden. So wird gewährleistet, dass 90 Prozent der Anrufer im ersten Versuch einen Ansprechpartner erreichen. 80 Prozent der Anrufe sollen zudem innerhalb von 20 Sekunden angenommen werden. Neu ist übrigens auch, dass künftig alle Anrufe – sowohl aus dem Festnetz als auch aus den Mobilfunknetzen – für die Ratsuchenden kostenfrei sein werden.

 

Persönliche Beratung vor Ort und schriftliche Beratung

Eine persönliche Beratung vor Ort ist selbstverständlich auch weiterhin möglich. Die neue UPD wird hierzu künftig an mindestens 30 Standorten in Volkshochschulen und Bürgerdiensten erreichbar sein. Diese werden in den Städten angesiedelt, in denen die UPD auch bislang schon präsent war. Dazu kommen weitere Standorte. Neu ist auch, dass in Ausnahmefällen die persönliche Beratung sogar als aufsuchende Beratung, z. B bei Ihnen zuhause, erfolgen kann.

Darüber hinaus können sich Ratsuchende selbstverständlich auch weiterhin schriftlich an die UPD wenden. Anfragen per Brief werden dabei in der Regel in 48 Stunden, Anfragen per Mail oder Fax in 24 Stunden beantwortet.

 

UPD-Mobile

Die neue UPD wird darüber hinaus über drei UPD-Mobile verfügen, in denen Patientinnen und Patienten beraten werden können, die nicht in der Nähe eines Standortes wohnen. Die Vor-Ort-Termine der UPD-Mobile an gut frequentierten Standorten werden in der lokalen Presse bekannt gemacht und so dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad der UPD zu steigern.

 

Ausbau des Internet-Angebots der UPD

Der Internetauftritt der UPD wird von Grund auf modernisiert und dabei auch besucherfreundlicher gestaltet. Dazu wird nicht zuletzt die Barrierefreiheit erweitert. Mit der Einbindung von Chats und Webinaren werden Ratsuchenden moderne Informationswege angeboten. Ein Rückruf-Service sowie eine online-Beratung über eine Registrierung oder wahlweise per E-Mail vervollständigen das online-Angebot.

 

Beratung auf Türkisch und Russisch

Von Montag bis Samstag 8 bis 18 Uhr erbringen türkisch- und russischsprachige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine allgemeine Beratung. Ist das Gespräch mit einem Experten notwendig, wird hierzu mit den Ratsuchenden ein Rückruftermin vereinbart, an dem zusätzlich ein Dolmetscher teilnimmt. Auch das gesamte Online-Angebot wird auf Türkisch und Russisch verfügbar sein.

 

Kooperation und Vernetzung

Auch die neue UPD wird die Kontakte zu den regionalen Akteuren pflegen. Vor allem aber wird über diese Kontakte eine zentrale, bundesweite Datenbank regionaler Akteure, die Beratung in Gesundheitsfragen anbieten, aufgebaut. Diese wird nicht nur den Beraterinnen und Beratern der UPD selbst, sondern über die Homepage der UPD auch unmittelbar den Ratsuchenden zur Verfügung stehen.

 

UPD-Monitor

Die UPD wird mir auch künftig jährlich einen Bericht übergeben, in dem sie die an sie gerichteten Fragen und die ihr geschilderten Konflikte auswertet. Die UPD wird damit auch weiterhin eine wichtige Rückmeldefunktion im Hinblick auf Versorgungsdefizite und Handlungsbedarf im Gesundheitswesen erfüllen.

 

PDF-Dokumente zum Download

 

 

Patientenrechte

Meldungen aus dem Bereich Patientenrechte

10. Europäische Tag der Seltenen Erkrankungen – Taten anstatt Sonntagsreden

Staatssekretär Karl-Josef Laumann

Das Motto des diesjährigen Tages der Seltenen Erkrankungen ist klar und deutlich: „Forschen hilft Heilen“. Und übergeordnetes Ziel der NAMSE, des Nationalen Aktionsplans, ist es, die gesundheitliche Situation Betroffener in Deutschland zu verbessern. Und für wenige Seltene Erkrankungen sind bereits gezielte Behandlungsmöglichkeiten vorhanden. Doch auch in den wenigen Fällen, in denen bereits ein Medikament entwickelt und zugelassen werden konnte, geht der Kampf vieler Patienten um ihre Behandlung weiter.

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Bundestag berät Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung

Gröhe: „Zeitgemäße Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln“

Der Deutsche Bundestag wird heute das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz – HHVG) in 2./3. Lesung beraten. Die Regelungen des HHVG sollen ganz überwiegend im März 2017 in Kraft treten.
 
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „In einer älter werdenden Gesellschaft wird die Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln immer wichtiger. Versicherte müssen die richtigen Hilfen erhalten, um ihren Alltag trotz Einschränkungen möglichst selbstbestimmt bewältigen zu können – dazu zählen etwa Inkontinenzhilfen und Prothesen, Rollstühle und Hörgeräte. Deshalb sorgen wir für eine gute und zeitgemäße Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln und stellen die Weichen für die Weiterentwicklung dieser wichtigen Leistungsbereiche. Mit dem Gesetz unterstreichen wir die hohe Bedeutung von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Podologen für die Patientenversorgung und schaffen den gesetzlichen Rahmen für eine angemessene Vergütung ihrer Leistungen. Zudem richten wir die Hilfsmittelversorgung stärker an Qualitätszielen aus und verbessern die Rechte der Patientinnen und Patienten auf Beratung und Information. Darüber hinaus schieben wir der Einflussnahme auf Arzt-Diagnosen, mit dem Ziel mehr Mittel aus dem Gesundheitsfonds zu erhalten, einen Riegel vor.“
 
Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann: „Mit dem Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz machen wir die Qualität der Hilfsmittelversorgung zu einem Auswahlkriterium bei der Entscheidung des Versicherten über die zu ihm am besten passende Krankenkasse. Wir sorgen dafür, dass bei Hilfsmittelausschreibungen der Krankenkassen künftig nicht mehr vorrangig der Preis, sondern vor allem Qualitätskriterien eine zentrale Rolle spielen müssen. Außerdem wird dem Geschäftsmodell ungerechtfertigter Aufzahlungen ein Riegel vorgeschoben. Versicherte können demnächst immer zwischen verschiedenen aufzahlungsfreien Hilfsmitteln wählen, welche qualitativ und quantitativ dem aktuellen Stand der Medizin entsprechen. Sie erhalten die ihnen zustehende Versorgung, ohne dafür aus eigener Tasche aufzahlen zu müssen. Mit dem Gesetz ermöglichen wir darüber hinaus bessere Löhne für Physiotherapeuten und andere Heilmittelerbringer und werten diese wichtigen Berufe auf.“

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Drei Jahre Patientenrechtegesetz: Staatssekretär Laumann diskutiert mit Experten über Wirkung und weiteren Handlungsbedarf

Staatssekretär Karl-Josef Laumann

„Drei Jahre Patientenrechtegesetz – wie viel Recht braucht das Patientenwohl?“ Über diese Frage hat Staatssekretär Karl-Josef Laumann mit namhaften Experten aus Wissenschaft und Praxis in Berlin diskutiert. Rund 100 Gäste aus ganz Deutschland nahmen an der Veranstaltung des Patientenbeauftragten der Bundesregierung im Auditorium Friedrichstraße teil. Dabei wurde auch eine neue Studie des IGES Instituts zu den Wirkungen des Patientenrechtegesetzes präsentiert (im Internet abrufbar unter: Patientenrechtegesetz). Sowohl die Studie als auch die Diskussionen zeigen: Das Patientenrechtegesetz wirkt, aber es gibt nach wie vor Handlungsbedarf, um die Patientenorientierung im deutschen Gesundheitswesen weiter zu stärken.

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Pflege

Meldungen aus dem Bereich Pflege

Staatssekretär Laumann: „Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte jetzt ganz konkret verbessern“

Staatssekretär Karl-Josef Laumann

Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung schreibt allen Pflegeeinrichtungen in Deutschland

Staatssekretär Karl-Josef Laumann ermutigt die Pflegeeinrichtungen, attraktivere Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte zu schaffen. In einem Schreiben an alle rund 27.000 ambulanten und stationären Einrichtungen zeigt der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Chancen auf, wie die Einrichtungen die aktuellen Pflegereformen des Gesetzgebers jetzt ganz konkret nutzen können, um verbesserte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dazu gehören für Laumann vor allem flächendeckend faire Löhne, weniger unfreiwillige Teilzeitbeschäftigungen und die Entbürokratisierung der Pflegedokumentation. Bei der Umsetzung dieser Ziele sei man natürlich auf die Unterstützung der Einrichtungsbetreiber und der Pflegekräfte angewiesen, wofür Laumann diesen ausdrücklich seinen Dank ausspricht.

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Sie haben Fragen zu den Veränderungen in der Pflegeversicherung?

Grafik Veränderungen Pflegestärkungsgesetz

Seit dem 1. Januar 2017 gilt in der Pflegeversicherung der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff. Das beinhaltet zahlreiche Neuregelungen. Wichtig für pflegebedürftige Menschen, die bereits nach dem alten Recht eine Pflegestufe hatten: Sie müssen nichts tun. Sie werden automatisch in das neue System und die neuen Pflegegrade übergeleitet. Sie werden durch die Veränderungen in keinem Fall schlechter gestellt, sondern erhalten Bestandsschutz. Darüber sowie über die neuen Pflegesätze werden Sie auch – falls das noch nicht geschehen ist – von ihrer Pflegekasse schriftlich informiert. Ausführliche Informationen über die Veränderungen hat das Bundesministerium für Gesundheit zudem auf seiner eigenen Internetseite, auf der Internetseite www.pflegestaerkungsgesetz.de sowie in den unten abrufbaren Broschüren zusammengestellt.

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Drittes Pflegestärkungsgesetz legt Grundstein für bessere Bezahlung der Beschäftigten in der Altenpflege

Staatssekretär Karl-Josef Laumann
 
Das heute vom Deutschen Bundestag beschlossene Dritte Pflegestärkungsgesetz legt den Grundstein für eine bessere Bezahlung der Altenpflegekräfte: Künftig können auch nicht-tarifgebundene Einrichtungen in den Pflegesatzverhandlungen mit den Kostenträgern einfacher Löhne bis zur Höhe des Tarifniveaus durchsetzen. Pflegekassen und Sozialhilfeträger müssen diese künftig grundsätzlich als wirtschaftlich anerkennen und entsprechend finanzieren. Die Kostenträger erhalten auf der anderen Seite ein Nachweisrecht, dass die verhandelten Löhne auch tatsächlich  bei den Beschäftigten ankommen.

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Kontakt Projektbüro Ein-STEP

Projektbüro Ein-STEP

Einführung des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation

c/o IGES Institut Gmbh

Friedrichstr. 180

10117 Berlin

Tel. 030 230 809 9841

projektbuero@ein-step.de

www.ein-step.de

Entbürokratisierung d. Pflegedokumentation

Leitfaden "Wie finde ich eine gute stationäre Pflegeeinrichtung?"

Ratgeber Patientenrechte

 

PDF-Dokument

 

Diese und weitere Broschüren können Sie hier auch in gedruckter Form bestellen.

 

 

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